Postbank Giro Pur*

0x0
<a href="https://www.postbank.de/privatkunden/produkte/konten-karten/girokonten.html" rel="nofollow sponsored" target="_blank"><strong>Postbank Giro Pur*</strong></a> Logo
Produkt: Girokonto
Kontoführung: Kostenlos
Testnote: 3,8/5,0

Kartenleistungen und Gebühren

Das Konto ist als digitales Einzelkonto konzipiert und kann nicht als Gemeinschaftskonto geführt werden, was vor allem für Personen relevant ist, die klassisch ein Partnerkonto suchen. Die Kontoführung ist bei einem monatlichen Geldeingang von mindestens 900€ vollständig entgeltfrei, während bei einem niedrigeren Geldeingang 5,90€ pro Monat berechnet werden, unabhängig davon, ob der Eingang aus Gehalt oder anderen Überweisungen stammt. Für Schüler, Studierende, Auszubildende sowie Teilnehmer bestimmter Freiwilligendienste bis einschließlich 30 Jahre entfällt die monatliche Kontoführungsgebühr ebenfalls, sofern der entsprechende Nachweis hinterlegt ist.

Zum Grundpaket gehört für jeden Kontonutzer eine Postbank Card als Debitkarte, die ohne zusätzliches Jahresentgelt ausgegeben wird und mit der du im Alltag bargeldlos bezahlen und Bargeld abheben kannst. Eine weitere Postbank Card als Zusatzkarte kostet 6€ pro Jahr, wodurch sich das Konto auch für Haushalte eignet, in denen eine zweite Person mit eigenem Kartenprofil, aber ohne eigenes Konto ausgestattet werden soll. Die Postbank Card kombiniert girocard Funktion und Maestro Akzeptanz, sodass Zahlungen bei mehreren Millionen Händlern in Europa möglich sind und weltweit dort, wo Maestro beziehungsweise das entsprechende Chip und PIN Verfahren unterstützt wird.

Für Bargeldabhebungen im Inland sind Verfügungen mit der Postbank Card an den Geldautomaten der Postbank sowie an den rund 7.000 Automaten des Cash Group Verbunds und zusätzlich an ausgewählten Automaten eines großen externen Betreibers mit Postbank Kennzeichnung entgeltfrei, unabhängig von der Anzahl der Abhebungen. Hebst du mit der Postbank Card an anderen inländischen Geldautomaten im girocard System ab, die nicht zum genannten Verbund gehören und kein direktes Kundenentgelt ausweisen, berechnet die Bank 1% des verfügten Betrags, mindestens jedoch 5,99€ pro Abhebung. Für Bargeldverfügungen in Euro an Geldautomaten mit Mastercard Akzeptanz außerhalb des Cash Group Umfelds fallen mit der Postbank Card ebenfalls 1% des Betrags an, wiederum mit einem Mindestentgelt von 5,99€ pro Vorgang.

Abhebungen in Fremdwährung mit der Postbank Card sind teurer, da die Bank 1% des abgehobenen Betrags, mindestens 5,99€ je Auszahlung, zuzüglich eines Entgelts für die Währungsumrechnung von 0,5% berechnet, was die Karte im Ausland eher zu einer Notlösung macht. Beim Einkauf in fremder Währung im Kartenzahlungsterminal kommen 1,85% auf den Kartenumsatz hinzu, zuzüglich des 0,5%igen Währungsumrechnungsentgelts, was sich bei häufigen Auslandsumsätzen spürbar summieren kann. Für Zahlungen in Euro im Europäischen Wirtschaftsraum entstehen dagegen mit der Postbank Card keine gesonderten Entgelte, solange der Händler das entsprechende System unterstützt.

Bargeldeinzahlungen sind mit der Postbank Card an bankeigenen Einzahlungsautomaten entgeltfrei möglich, was besonders für Selbstständige oder Nutzer mit häufigem Bargeldzufluss wichtig ist. Einzahlungen und Auszahlungen am Schalter der Postbank sowie in Partnerfilialen der Deutschen Post kosten jeweils 6€ pro Vorgang, sodass das Konto klar darauf ausgelegt ist, Bargeld primär über Automaten und nicht am Schalter zu bewegen. Zusätzlich bietet der Bargeld Code Service die Möglichkeit, in teilnehmenden Supermärkten und weiteren Handelspartnern per Barcode in der App Bargeld ein und auszuzahlen; Auszahlungen sind für Girokunden kostenlos, Einzahlungen werden mit 1,5% des eingezahlten Betrags belastet.

Hier geht es zum Postbank Giro Pur*

Neben der Debitkarte kannst du auf Wunsch eine Postbank Mastercard als klassische Kreditkarte beantragen, die mit einem eigenen Kreditrahmen arbeitet und einen Jahresentgelt von 29€ für die Hauptkarte sowie 15€ für eine Zusatzkarte hat. Die Mastercard ermöglicht weltweite Kartenzahlungen überall dort, wo das Mastercard Logo akzeptiert wird, sowohl im stationären Handel als auch in Onlineshops, und eignet sich damit besonders für Reisen und Buchungen im Internet. Bargeldabhebungen mit der Mastercard sind kostenpflichtig; an Geldautomaten im In und Ausland berechnet die Bank 2,5% des Verfügungsbetrags, mindestens 5€ pro Abhebung, wodurch die Karte eher als Zahlungsmittel als zur Bargeldversorgung genutzt werden sollte.

Beim Einsatz der Mastercard in Fremdwährung fallen zusätzlich 1,85% Auslandseinsatzentgelt auf jeden Umsatz an, zuzüglich eines Währungsumrechnungsentgelts von 0,5%, was im Ergebnis zu einer effektiven Kostenbelastung von rund 2,35% auf den Umsatz führt. Hebst du mit der Mastercard an ausländischen Geldautomaten in Fremdwährung ab, summieren sich Geldautomaten und Auslandseinsatzentgelt zu 4,35% des verfügten Betrags, mindestens 5€, zuzüglich des genannten Währungsumrechnungsentgelts, sodass diese Nutzung nur in Ausnahmefällen sinnvoll ist. Für Inhaber des hier betrachteten Kontomodells gibt es keine Befreiung von diesen Entgelten, während bei anderen Kontomodellen teilweise abweichende Regelungen gelten können.

Zusätzlich steht mit der Postbank Card plus eine weitere Debitkarte mit Mastercard Funktion zur Verfügung, deren Jahresentgelt bei 18€ liegt und die sich vor allem für Vielreisende eignet, die Wert auf eine direkte Belastung des Girokontos ohne separaten Kreditrahmen legen. Mit dieser Karte sind Bargeldverfügungen an Geldautomaten der Postbank, der Deutschen Bank Gruppe und ausgewählter ausländischer Kooperationspartner in Euro kostenfrei möglich, während bei übrigen Automaten 2,5% des Betrags, mindestens 5€, sowie bei Fremdwährungstransaktionen zusätzlich 0,5% Währungsumrechnungsentgelt in Rechnung gestellt werden. Kartenzahlungen in Fremdwährung mit der Postbank Card plus lösen 1,85% Entgelt auf den Umsatz plus 0,5% Währungsumrechnung aus, wodurch sich ein ähnliches Kostenniveau wie bei der Kreditkarte ergibt, allerdings ohne eigenständigen Kreditrahmen.

Für mobiles Bezahlen unterstützt die Bank sowohl Apple Pay als auch Google Pay, jedoch ausschließlich in Verbindung mit Mastercard basierten Produkten wie der Postbank Mastercard, der Postbank Card plus oder deren virtuellen Varianten, während die klassische Postbank Card nicht direkt in die Wallets eingebunden werden kann. Wer das Konto mit PayPal verknüpfen möchte, kann das Girokonto selbst als SEPA Lastschriftkonto hinterlegen oder die Mastercard als Kreditkarte im PayPal Profil nutzen, da PayPal standardmäßig sowohl Bankkonten als auch Karten aus dem Mastercard Netzwerk unterstützt. Ersatzkarten für Debit und Kreditkarten werden im Verlust oder Defektfall ohne gesondertes Entgelt ausgegeben und können bequem über das Online Banking oder telefonisch angefordert werden, wobei die Sperre ebenfalls kostenfrei erfolgt.

Die Kontoführungsgebühr hängt ausschließlich am Geldeingang und der Kundengruppe und ist nicht an Mindestkartenumsätze gebunden, was die Kalkulation transparent macht. Beleglose Überweisungen, Gutschriften von Überweisungen, Daueraufträge, Lastschriften, die Nutzung der drei digitalen Pockets mit eigener IBAN sowie der Online Kontoauszug sind in einem jährlichen Dienstleistungspaket enthalten, dessen Obergrenze bei 70,80€ liegt, ohne dass für die aufgeführten Standardleistungen zusätzliche Entgelte anfallen. Beleggebundene Überweisungen und telefonisch über Mitarbeiter aufgegebene Zahlungsaufträge kosten jeweils 6€ pro Auftrag und sind damit bewusst hoch bepreist, um die konsequent digitale Nutzung zu fördern.

Flexibilität und Verfügbarkeit

Das Konto ist klar auf digitale Nutzung ausgelegt; sämtliche Standardtransaktionen wie Überweisungen, Daueraufträge, Lastschriften und Kartenzahlungen kannst du jederzeit über das Online Banking oder die App ausführen, ohne dass dafür zusätzliche Entgelte berechnet werden. Standard SEPA Überweisungen, die du online beauftragst, werden gemäß den Regulierungsvorgaben innerhalb eines Bankarbeitstags ausgeführt, was durch die bankeigene Information zur Echtzeitüberweisung bestätigt wird, die den Kontrast zu klassischen SEPA Überweisungen mit einer Ausführungszeit von einem Tag hervorhebt. Beleggebundene Überweisungen über Filialen oder Service Terminals benötigen in der Praxis ein bis zwei Bankarbeitstage, da sie erst nach Annahmeschluss verarbeitet werden und im Vergleich zu Online Buchungen weniger effizient sind.

Für besonders zeitkritische Zahlungen steht dir die SEPA Echtzeitüberweisung zur Verfügung, bei der das Geld in der Regel innerhalb weniger Sekunden auf dem Empfängerkonto ankommt und die rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr funktioniert. Die Bank hebt in ihrer Produktkommunikation hervor, dass du Echtzeitüberweisungen bis zu einem Betrag von 100.000€ pro Transaktion ausführen kannst, sofern die Bank des Empfängers das Verfahren unterstützt, womit auch hohe Rechnungen oder Immobilienanzahlungen in Sekunden beglichen werden können. Seit Januar 2025 werden für Echtzeitüberweisungen dasselbe Entgelt wie für Standardüberweisungen berechnet, was bei diesem Kontomodell faktisch bedeutet, dass beleglose Echtzeitüberweisungen kostenfrei sind, solange sie online oder in der App ausgelöst werden.

Eingehende Echtzeitüberweisungen werden ebenfalls sekundenschnell gutgeschrieben, ohne dass dafür ein spezieller Auftrag notwendig wäre, wodurch du auch außerhalb der üblichen Bankarbeitszeiten unmittelbar über eingehende Gelder verfügen kannst. Die Kombination aus kostenfreien Online Überweisungen und kostenfreien Echtzeitvarianten macht das Konto für Nutzer attraktiv, die häufig Beträge sehr kurzfristig transferieren müssen, etwa bei Mietzahlungen kurz vor Fälligkeit oder beim Ausgleich eines Kreditkartenkontos.

Bei der Bargeldversorgung profitierst du von der großen Anzahl an Geldautomaten des Cash Group Verbunds sowie von zusätzlichen Automaten eines unabhängigen Betreibers, die mit dem entsprechenden Logo gekennzeichnet sind und an denen du mit der Postbank Card kostenlos Bargeld abheben kannst, was deutschlandweit mehrere Tausend Standorte umfasst. Darüber hinaus ermöglichen teilnehmende Einzelhändler Bargeldauszahlungen an der Kasse beim Einkauf mit der Postbank Card, sobald der Mindesteinkaufswert von typischerweise 10 bis 20€ erreicht ist, wodurch du Supermarktbesuche effizient mit Bargeldversorgung kombinieren kannst.

Einzahlungen sind über Geldautomaten der Bank rund um die Uhr möglich, sofern der jeweilige Automat Einzahlungsfunktionalität bietet, und sind im Rahmen der Kontoführung bereits abgegolten. Wenn du Bargeld am Schalter der Postbank oder in Partnerfilialen der Deutschen Post einzahlst, fällt pro Vorgang ein Entgelt von 6€ an, unabhängig von der Höhe des Betrags, weshalb Einzahlungen am Automaten oder über den Bargeld Code ökonomisch meist klar vorzuziehen sind. Beim Bargeld Code Service kannst du in teilnehmenden Märkten Ein und Auszahlungen mit Hilfe eines in der App erzeugten Barcodes vornehmen; Auszahlungen sind für dich kostenfrei, während Einzahlungen mit 1,5% des eingezahlten Betrags bepreist werden.

Zusätzlich zu klassischen Überweisungen integriert die Bank den europaweiten Bezahldienst Wero in ihr Ökosystem, über den du direkt aus der App Geld per Mobilfunknummer oder E Mail Adresse in Echtzeit senden und empfangen kannst, ohne eine IBAN eingeben zu müssen. Der Dienst ist insbesondere für P2P Zahlungen im Freundes und Familienkreis gedacht und wird im Laufe des Jahres 2026 schrittweise auch für Online Zahlungen und stationären Handel ausgebaut, wobei jede Transaktion mit PIN oder biometrischen Merkmalen bestätigt wird.​

Überziehungszinsen und Dispo

Für das Konto gelten einheitliche Zinssätze für eingeräumte und geduldete Überziehungen, die bankweit für mehrere Privatgirokontomodelle identisch sind. Der Sollzins für eine eingeräumte Kontoüberziehung, also den klassischen Dispokredit auf dem Girokonto, beträgt aktuell 10,79% pro Jahr, während für geduldete Überziehungen, die über eine eingeräumte Linie hinausgehen oder ohne formell eingeräumten Dispo stattfinden, 12,60% pro Jahr berechnet werden.

Einen Dispokredit richtest du nicht automatisch mit Kontoeröffnung ein, sondern beantragst ihn bei Bedarf separat, entweder über das Online Banking im Bereich Services oder über die Kundenberatung. Die Bank prüft dafür Bonität und regelmäßige Zahlungseingänge; im Online Banking wird dir zunächst ein maximales Dispolimit angezeigt, das sich an deinen typischen Geldeingängen orientiert, bis zu dem du ein Wunschlimit einstellen kannst. Erst wenn dieser Rahmen eingerichtet ist, fallen bei einer Überziehung innerhalb des genehmigten Limits die genannten Dispozinsen an, während bei einer Überschreitung des eingeräumten Rahmens der höhere Zinssatz für geduldete Überziehungen gilt.

Da die Zinsen variabel sind und an einen referenzierten EZB Zinssatz gekoppelt werden, passen sie sich in unregelmäßigen Abständen an das Marktzinsniveau an, was in den Preisunterlagen transparent ausgewiesen wird. Solange du den Disporahmen nicht in Anspruch nimmst, fallen weder Zinsen noch Bereitstellungsentgelte an, sodass das Einrichten eines moderaten Limits als Liquiditätsreserve keine laufenden Kosten verursacht.

Einlagensicherung

Die Bank ist als Niederlassung einer großen deutschen Privatbank der gesetzlichen Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH zugeordnet, die Einlagen pro Kunde bis zu 100.000€ je Kreditinstitut schützt. Geschützt sind insbesondere Sicht, Termin und Spareinlagen auf Giro und Sparkonten, einschließlich der auf deinen Namen lautenden Sparbriefe; im Entschädigungsfall werden Guthaben innerhalb von sieben Arbeitstagen automatisch erstattet.

Über die gesetzliche Sicherung hinaus ist die Bank Mitglied im freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken, der seit dem 1. Januar 2025 Einlagen von Privatpersonen bis zu 3.000.000€ pro Institut absichert. Die Reform dieses Fonds sieht vor, dass die Sicherungsgrenze ab 2030 auf 1.000.000€ reduziert wird; bis dahin gilt für Privatkunden die derzeitige Obergrenze, sodass gerade hohe Guthaben weit über der EU Mindestsicherung abgesichert bleiben.

Da es sich um ein in Deutschland geführtes Konto handelt, tragen die IBANs dieses Kontomodells konsequent den Ländercode DE und folgen der in Deutschland üblichen Struktur aus 22 Stellen mit achtstelliger Bankleitzahl und zehnstelliger Kontonummer, was für Überweisungen im europäischen Zahlungsraum relevant ist. Für Guthaben, die im Rahmen von Wertpapierabwicklungskonten oder Tagesgeldkonten bei derselben Bank geführt werden, gelten dieselben Sicherungssysteme, wobei die Obergrenzen konzernweit pro Einleger betrachtet werden.

Aktueller Zinssatz

Guthaben auf dem Girokonto selbst werden derzeit nicht verzinst; der Zinssatz für Sichteinlagen auf Privatgirokonten liegt laut aktuellem Preisaushang bei 0,00% pro Jahr. Es werden auch keine Negativzinsen oder Verwahrentgelte erhoben, da das Verwahrentgelt auf Beträge über 50.000€ explizit mit 0,00% angegeben ist, womit selbst hohe Kontostände nicht zusätzlich belastet werden.

Für Nutzer, die ihr Guthaben verzinsen möchten, bietet die Bank ein klassisches Tagesgeldkonto an, das derzeit mit einem variablen Zinssatz von 0,75% pro Jahr verzinst wird und quartalsweise einen Rechnungsabschluss vorsieht. Dieses Tagesgeldkonto ist entgeltfrei und kann parallel zum Girokonto geführt werden, wobei der Zinssatz für die gesamte Einlage gilt und sich flexibel an das Marktzinsniveau anpassen kann. Eine spezielle Sonderverzinsung ausschließlich für Neukunden des hier betrachteten Girokontos ist aktuell nicht Bestandteil des öffentlich kommunizierten Angebots; eventuelle zeitlich befristete Aktionen laufen separat über Tagesgeld oder andere Produkte und sind nicht an die laufende Kontoführung dieses Modells gekoppelt.

Da das Girokonto selbst keine Guthabenzinsen bietet, spielt die Frage einer Zinsstaffelung auf dem Konto keine Rolle; für das Tagesgeldkonto existiert momentan ebenfalls keine gestaffelte Verzinsung nach Anlagesumme, sondern ein einheitlicher Satz für alle Guthaben. Zinserträge aus Tagesgeld oder anderen Anlagen werden in der Regel jährlich gutgeschrieben und erscheinen in der Jahressteuerbescheinigung, die üblicherweise im ersten Quartal des Folgejahres versendet wird.

Kontoeröffnung

Die Eröffnung des Kontos erfolgt vollständig digital und kann entweder über die Postbank App oder über das Online Formular im Browser gestartet werden, ohne dass ein Besuch in einer Filiale erforderlich ist. Im ersten Schritt füllst du den Kontoantrag mit deinen persönlichen Daten, Steueridentifikationsnummer und Angaben zur gewünschten Karten und Produktkombination aus; anschließend erhältst du unmittelbar eine Übersicht der Vertragsbedingungen und kannst diese elektronisch bestätigen.

Für die Identifikation bietet die Bank primär das Video Ident Verfahren an, das du mit Smartphone, Tablet oder Computer mit Kamera nutzen kannst, wobei der Dienst in der Regel täglich zwischen 7 und 22 Uhr verfügbar ist. Alternativ steht das PostIdent Verfahren über die Deutsche Post zur Verfügung, bei dem du mit einem Ident Coupon und einem gültigen Ausweisdokument eine Filiale der Deutschen Post aufsuchst und deine Identität vor Ort bestätigen lässt. Die Online Identifikation ist erfahrungsgemäß schneller, da du nach erfolgreicher Video Legitimation direkt die Zugangsdaten für das Online Banking erhältst und das Konto technisch freigeschaltet wird.

Nach Abschluss der Legitimation kannst du in vielen Fällen noch am selben Tag auf das neue Konto zugreifen, Überweisungen anlegen und die ersten Funktionen des Online Bankings nutzen, während die physische Postbank Card sowie gegebenenfalls bestellte Kredit oder Zusatzkarten einige Tage später per Post zugestellt werden. Das Konto kann nur als Einzelkonto eröffnet werden; wer ein Gemeinschaftskonto benötigt, muss auf ein anderes Modell der Bank ausweichen, was bereits in den häufigen Fragen zum Produkt ausdrücklich klargestellt wird.

Kundenservice und Betreuung

Für Fragen rund um Konto, Karten und Online Banking steht dir ein zentrales Kundenberatungszentrum telefonisch unter der bekannten Bonner Festnetznummer zur Verfügung, das an Werktagen und am Wochenende von frühmorgens bis in die späten Abendstunden besetzt ist. Die Bank nennt für diese zentrale Hotline Öffnungszeiten von Montag bis Samstag von 7:00 Uhr bis 22:00 Uhr und am Sonntag von 8:00 Uhr bis 22:00 Uhr, sodass du auch außerhalb klassischer Filialzeiten telefonisch Unterstützung erhältst.

Neben der Telefonhotline kannst du über Kontaktformulare im Online Banking, über die Postbank App und über den schriftlichen Weg per Brief mit dem Institut kommunizieren, wobei E Mail basierte Kommunikation üblicherweise über gesicherte Kanäle innerhalb des Online Postfachs läuft. Vergleichstests und Ratgeberportale bescheinigen dem Kundenservice in der Regel eine solide Erreichbarkeit, weisen allerdings darauf hin, dass es zu Stoßzeiten insbesondere bei telefonischen Anfragen zu spürbaren Wartezeiten kommen kann.

Für Notfälle wie Kartenverlust stehen spezielle Sperrhotlines rund um die Uhr zur Verfügung; die Kreditkarten Sperrnummer ist 24 Stunden erreichbar, und auch Debit und Sparkarten lassen sich jederzeit telefonisch sperren. Darüber hinaus kannst du Debit und SparCards direkt im Online Banking oder in der App sperren und gleichzeitig eine Ersatzkarte bestellen, die dir innerhalb weniger Tage zugesandt wird, ohne dass dafür Sperr oder Ersatzentgelte berechnet werden.

Die beratenden Filialen der Bank sind bundesweit präsent; laut dem BaFin Kontenvergleich existieren aktuell gut 350 inländische Filialstandorte, in denen persönliche Beratungstermine möglich sind, wenngleich das hier betrachtete Kontomodell als reines Online Konto konzipiert ist. Erfahrungsberichte und unabhängige Tests betonen, dass die Kombination aus telefonischem Service, App basierter Verwaltung und der Möglichkeit, im Bedarfsfall auf Filialberatung zurückzugreifen, für viele Kunden einen guten Kompromiss zwischen digitalem Komfort und persönlicher Erreichbarkeit darstellt.

Hier geht es zum Postbank Giro Pur*

Online Banking

Für den Zugang zum Konto stehen sowohl ein vollwertiges Web Online Banking als auch eine moderne Smartphone App zur Verfügung, die speziell auf die Bedürfnisse digital orientierter Nutzer zugeschnitten ist. In der App kannst du Kontostände und Umsätze einsehen, Überweisungen und Daueraufträge anlegen oder ändern, Pockets verwalten, Karten temporär sperren sowie bei vorhandenen Wertpapierdepots auch dein Depot einsehen.

Zum Sicherheitskonzept gehört das BestSign Verfahren als zentrale Zwei Faktor Authentifizierung, bei dem Logins und Zahlungsaufträge mit einer digitalen Signatur freigegeben werden. Du kannst BestSign direkt in der Postbank App nutzen oder als separate BestSign App installieren; die Freigabe der Aufträge erfolgt je nach Gerät per Passwort, Fingerabdruck oder Gesichtserkennung, sodass du stets einen zweiten Faktor neben Benutzerkennung und Passwort einsetzt.

Die App wird regelmäßig aktualisiert und erreicht in den großen App Stores stabile Bewertungen im oberen Bereich, was vor allem auf die Kombination aus Funktionsumfang und Sicherheitsfeatures zurückgeführt wird. Funktionen wie die Anzeige von Geldautomaten in der Nähe, die Verwaltung persönlicher Daten, das Einsehen der Jahressteuerbescheinigung und die Initiierung des Bargeld Code Services direkt aus der App heraus tragen dazu bei, dass du viele Alltagsprozesse ohne Desktop Rechner oder Filialbesuch erledigen kannst.

Für Apple Pay und Google Pay bindest du geeignete Karten direkt aus der App in die jeweiligen Wallets ein; Voraussetzung ist eine Postbank Mastercard oder eine Postbank Card plus beziehungsweise deren virtuelle Varianten, während die klassische Postbank Card nicht unterstützt wird. Die Aktivierung erfolgt über den Menüpunkt Services in der App, wobei die Freigabe über BestSign abgesichert ist und die Karte anschließend sofort für kontaktlose Zahlungen im Handel, in Apps und im Online Shopping genutzt werden kann.

Steuerliche Aspekte

Zinserträge aus Tagesgeld oder anderen verzinsten Anlagen, die über dieses Konto beziehungsweise die Bank laufen, unterliegen der in Deutschland geltenden Abgeltungsteuer auf Kapitalerträge in Höhe von 25% zuzüglich Solidaritätszuschlag. Der Solidaritätszuschlag beträgt 5,5% auf die Abgeltungsteuer, sodass sich ohne Kirchensteuer eine effektive Steuerbelastung von 26,375% auf die steuerpflichtigen Kapitalerträge ergibt. Bei Kirchensteuerpflicht erhöht sich die Gesamtbelastung in Bayern und Baden Württemberg mit 8% Kirchensteuer auf 28,375% und in den übrigen Bundesländern mit 9% Kirchensteuer auf 28,625%, da die Kirchensteuer auf die Abgeltungsteuer erhoben wird.

Damit diese Steuern nicht schon bei niedrigen Erträgen greifen, kannst du bei der Bank einen Freistellungsauftrag einrichten, der den gesetzlichen Sparer Pauschbetrag von 1.000€ für Alleinstehende beziehungsweise 2.000€ für gemeinsam veranlagte Ehepaare oder eingetragene Lebenspartner abbildet. Die Bank stellt dafür sowohl ein Online Verfahren im Bereich Services des Online Bankings als auch klassische Formulare zur Verfügung; ein einziger Freistellungsauftrag gilt für alle bei der Bank geführten Konten und Depots und steuert, bis zu welcher Höhe Kapitalerträge von der automatischen Steuerabführung ausgenommen werden.

Wenn kein Freistellungsauftrag vorliegt oder die Kapitalerträge den freigestellten Betrag überschreiten, führt die Bank die Abgeltungsteuer samt Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer direkt an das Finanzamt ab, sodass die Steuerpflicht mit diesem Quellenabzug in den meisten Fällen als erfüllt gilt. Die abgeführten Beträge sowie ein eventuell genutzter Sparer Pauschbetrag werden in der Jahressteuerbescheinigung aufgeführt, die die Bank in der Regel im ersten Quartal des Folgejahres automatisch verschickt, sofern der Steuerabzug im Kalenderjahr mindestens 10€ betragen hat.

Fazit und Empfehlung

Das Konto positioniert sich als klar digitales Gehalts und Alltagskonto mit bedingungslos kostenfreier Kontoführung ab 900€ monatlichem Geldeingang oder für definierte junge Zielgruppen und einem dichten Netz an kostenlosen Bargeldautomaten in Deutschland. Besonders attraktiv ist die Kombination aus gebührenfreien Online und Echtzeitüberweisungen, moderner App mit BestSign Sicherheitsverfahren und der Möglichkeit, mobile Bezahldienste wie Apple Pay und Google Pay über passende Karten einzubinden.

Auf der anderen Seite stehen bewusst hoch angesetzte Entgelte für beleghafte Aufträge, Schaltertransaktionen und Bargeldabhebungen außerhalb des Verbunds sowie vergleichsweise hohe Gebühren für Karten und Bargeldverfügungen im Ausland, was das Konto für Nutzer mit stark filialspezifischem oder auslandsorientiertem Nutzungsverhalten weniger geeignet macht. Für digital affine Kunden mit planbaren regelmäßigen Geldeingängen, die Bargeld vor allem an Verbundautomaten ziehen und Auslandsumsätze gezielt steuern, ist das Postbank Giro Pur* jedoch ein ausgewogenes Angebot, das in unserem dealfinderz Check eine Testnote von 3,8 von 5 Punkten erreicht.

Nach oben scrollen